Umweltschutz ist wichtig
...und Ihnen hoffentlich auch.
Wie bei den meisten Sportgeräten ist Asien der führende Erstellermarkt
und auch Anbieter von Kleinteilen. Dies ist oft nicht zu umgehen, aber zumindest
im Kleinen kann man dagen angehen, als naturbewusster Angler wie Sie, wie auch
ich als Rutenbauer.
Bei Rollenhaltern, insbesondere gerade bei Fliegenruten, ist heute oft Holz aus
zu hinterfragenden Arten und Quellen im Einsatz. Holzarten wie Bocote, Padauk,
Bubinga, Palisander etc. gelten oft als geächtete Tropenhölzer,
denn sie wachsen kaum nach und oft werden zuviele Wälder dafür gerodet.
Und......auch für kleine Mengen braucht es übrigens einen Baum.
Räuberisch abgebautes Holz verwandelt ganze Landstiche in unfruchtbares Gebiet wo Einheimische als Folge oft kein Auskommen mehr finden. Die verarmte Bevölkerung endet dann ebenso oft als Wirtschaftsflüchtige bei uns, und wir tragen den Schaden früher oder später immer direkt mit.
Rollenhalter aus Buche statt Tropenholz
Ein intakter Wald ist aber gleichzeitg ein Regulator für Co2, egal ob sie in Afrika oder Südamerika entsteht, Co2 belastet auch unsere Umwelt, denn das Klima ist nunmal eine globale Angelegenheit. Übermässiger Regen mit Hochwasser, schmelzende Gletscher treffen uns (und erst recht unsere Fischgründe)direkt, Sie & ich als Angler und jeden Bürger im betroffenen Gebiet.
Aus diesem Grund bestelle ich allfälliges Zuliefermaterial nach Kriterien wie Herkunft und Reise (Co2 Bilanz). Für Rollenhalter verwenden ich möglichst nach FSC-Krietien gewonnenes Buchen- oder Nussbaum oder Ahornholz aus einheimischen Wäldern. Im Gegensatz zu den vorgenannten Tropenhölzern, haben wir in Mitteleuropa genug Holzreserven auf die wir noch bedenkenlos zurückgreiffen dürfen.
Bambus wie er im Gespliesstenbau eingesetzt wird kommt aus China, die Co2 Bilanz
ist also zugegeben zu hinterfragen. Aber auch die meisten Kohlefaserruten kommen
heute aus Asien, also dürfte es sich hier in etwa gleich verhalten.
Bambus hingegen ist kein Holz, sondern biologisch betrachtet ein Gras, und es
wächst innert 5 Jahren wieder nach, Tropenholz nicht.
Bambus ist in China zudem ein vielfach angebautes und verwendetes Baumaterial,
der Schutz der eigenen Ressourcen liegt dem Chinesen hier also näher
als der räuberische Abbau.
Wo und wenn immer möglich importiere ich den Bambus auf direktem Weg,
heisst ich lasse ihn nicht zuerst nach USA und von dort nach Europa
versenden.
Sämtliche Lacke und Klebstoffe die ich verwende, stammen aus nachverfolgbaren Qellen, kommen mit BAG-Nummern, und Reste werden fachgerecht in städtischen Entsorgungsstellen vernichtet. Die meisten asiatischen Hersteller bieten hier bekannterweise keine zuverlässige Garantien, wenn überhaupt....
Neu recycle ich auch Rutenbaumaterial aus Produkten die aus
Konkursnachlässen oder Überlagern stammen. Anstelle auf dem Müll
kann ein Ringsatz oder Glasfaserblank
noch Jahre exellente Dienste erweisen, auf dem Müll verbrannt wird die
Umwelt ohne Vornutzen für irgend jemanden belastet. Recyclen kommt leider
finanziell nicht unbedingt billiger, denn die Arbeitszeit für das Zerlegen
von Material muss ebenso gerechnet werden. Hier überwiegt aber der/das
langristige Nutzen und das Denken zu Gunsten unserer Umwelt.
Es würde mich, und erst recht Ihre Umwelt freuen, wenn Sie bei ihren küntigen Anschaffungen den Umweltgedanken mehr einbeziehen als vielleicht bisher - naturbewusste Angler sollten den Begriff leben, erst recht beim eigenen Gerät.